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Der Gemeinderat

Stell dir den Gemeinderat wie das Parlament in deiner Gemeinde vor. Hier diskutieren und beschließen die Politikerinnen und Politiker die wichtigsten Regeln für deinen Heimatort.

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Wie viele Leute machen da mit?

Das hängt davon ab, wie viele Menschen in deinem Ort wohnen. In Tirol gilt die Regel:

  • In ganz kleinen Dörfern reichen 9 Personen.

  • Je größer der Ort wird, desto mehr Politiker gibt es – bis zu 21 Personen.

  • Die einzige Ausnahme ist die Landeshauptstadt Innsbruck: Weil dort so viele Menschen wohnen, hat der Gemeinderat 40 Mitglieder.

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Wie kommt man in den Gemeinderat? 

In Tirol wird alle 6 Jahre gewählt. Das funktioniert über ein Listensystem:

  • Die Parteien schreiben ihre Kandidaten wie auf einer Rangliste untereinander auf (Platz 1, Platz 2, Platz 3...).

  • Je mehr Stimmen eine Partei bei der Wahl bekommt, desto mehr Plätze (Sitze) darf sie im Gemeinderat besetzen.

  • Bekommt eine Partei zum Beispiel genau 5 Sitze, dürfen die Plätze 1 bis 5 von der Liste in den Gemeinderat einziehen.

  • Der Extra-Joker: Wähler können einer Person auch eine Vorzugsstimme geben. Wenn das viele tun, rutscht diese Person auf der Liste weiter nach oben und schafft den Sprung in den Gemeinderat, obwohl sie eigentlich weiter hinten stand.

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Besonderheit in Tirol: Der Bürgermeister wird direkt gewählt. Die Menschen machen also ein extra Kreuzchen für ihren Wunsch-Chef. Deshalb kann es passieren, dass jemand Bürgermeister wird, obwohl seine Partei im Gemeinderat nur ganz wenige Sitze hat.

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Was macht der Gemeinderat eigentlich?

Der Gemeinderat ist für fast alles zuständig, was du täglich in deinem Ort siehst und nutzt:

  • Der große Dorfplan: Oft glaubt man, der Gemeinderat muss jedes einzelne Wohnhaus genehmigen. Das stimmt nicht – die Erlaubnis für den Hausbau gibt der Bürgermeister. Aber der Gemeinderat bestimmt im „Flächenwidmungsplan“, wo überhaupt Häuser gebaut werden dürfen, wo Platz für Geschäfte ist und wo die Natur geschützt bleibt.

  • Schule und Freizeit: Er sorgt dafür, dass Schulen, Kindergärten, Spielplätze, Schwimmbäder und Sportanlagen gebaut und cool ausgestattet werden.

  • Alltag und Infrastruktur: Er kümmert sich darum, dass die Müllabfuhr funktioniert, sauberes Wasser aus der Leitung kommt, die Straßen im Winter vom Schnee befreit werden und es einen Gemeindearzt gibt.

  • Vereine und Freizeit: Er unterstützt die Freiwillige Feuerwehr, Jugendclubs und Sportvereine mit Geld, damit im Ort richtig was los ist.

​Quellen:

Bild Gemeinderatssitzung: http://www.kitzbuehel.eu/zentrum/grafiken/222750126_CI1178310.jpg

Bild Grafik: verändert nach bpb.de

Text: verändert nach: http://www.politik-lexikon.at/gemeinderat/

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