
Wahlen
In einer Demokratie ist das Wählen das wichtigste Werkzeug für uns Bürger. Wenn du 16 Jahre alt bist und die österreichische Staatsbürgerschaft hast, darfst du bei fünf verschiedenen Wahlen mitbestimmen.
Dabei wählst du auf verschiedenen „Ebenen“ – von deinem eigenen Heimatort bis hin zu ganz Europa.
Die 3 politischen Ebenen + 2 Extra-Wahlen
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1. Die Gemeindeebene (Gemeinderatswahl): Hier wählst du die Politiker für deinen eigenen Ort. Sie entscheiden über Dinge, die du direkt vor deiner Haustür siehst: Zum Beispiel, ob das Feuerwehrhaus umgebaut wird, wo eine 30-km/h-Zone hinkommt oder ob ein neuer Spielplatz gebaut wird. (In Tirol wählst du am selben Tag auch den Bürgermeister direkt!)
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2. Die Landesebene (Landtagswahl): Hier wählst du das Parlament für dein Bundesland (z. B. Tirol). Der Landtag wählt dann den Landeshauptmann. Sie kümmern sich um Themen wie das Jugendschutzgesetz, den Bau von Wasserkraftwerken oder wie die Kindergärten im Bundesland ablaufen.
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3. Die Bundesebene (Nationalratswahl): Hier wählst du die 183 Abgeordneten für ganz Österreich nach Wien. Aus dieser Wahl entsteht dann die Bundesregierung mit dem Bundeskanzler und den Ministern. Sie entscheiden über Steuern, Schulen, die Polizei oder das Bundesheer.
Dazu kommen noch zwei ganz wichtige Wahlen:
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4. Die Bundespräsidentenwahl: Alle 6 Jahre wählst du direkt das Staatsoberhaupt von Österreich (aktuell Alexander Van der Bellen).
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5. Die EU-Wahl (Europäisches Parlament): Hier wählst du die Politiker, die Österreich in Brüssel und Straßburg vertreten, um Gesetze für die gesamte Europäische Union (EU) zu beschließen.
Der Extra-Joker (Die Vorzugsstimme): Bei den meisten Wahlen kreuzt du nicht nur eine Partei an. Du darfst auch den Namen einer bestimmten Person auf den Stimmzettel schreiben. Wenn diese Person besonders viele solcher Vorzugsstimmen bekommt, rutscht sie auf der Parteiliste nach oben und zieht sicher in das Parlament ein.
Die 5 goldenen Spielregeln einer Wahl
Damit eine Wahl absolut fair ist und niemand betrügen kann, gibt es in Österreich fünf strenge Regeln (die Wahlgrundsätze):
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Allgemein: Jede Österreicherin und jeder Österreicher ab 16 Jahren darf wählen – egal wie viel Geld man hat, welchen Beruf man ausübt oder welches Geschlecht man hat.
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Frei: Niemand darf dir befehlen, was du wählen musst. Es gibt keinen Zwang und keine Drohungen. Du entscheidest ganz allein.
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Geheim: Du gehst ganz allein in eine Wahlkabine. Niemand darf hineinschauen. Danach faltest du den Zettel und wirfst ihn in eine Box (die Wahlurne). Keiner weiß, wo du dein Kreuzchen gemacht hast.
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Gleich: Jede Stimme zählt genau gleich viel. Die Stimme des Bundeskanzlers ist nicht wichtiger als die Stimme deines Nachbarn.
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Persönlich: Du musst selbst wählen. Du kannst nicht deine Geschwister oder Eltern vorschicken, um für dich das Kreuzchen zu machen.
Was ist, wenn ich am Wahltag keine Zeit habe?
Kein Problem! Wer im Urlaub, krank oder einfach nicht daheim ist, beantragt vorher eine Wahlkarte. Damit kann man per Briefwahl schon gemütlich ein paar Tage vor der eigentlichen Wahl zu Hause abstimmen und den Stimmzettel mit der Post abschicken.
Damit alles mit rechten Dingen zugeht, gibt es in jedem Wahllokal eine „Wahlbehörde“. Das sind mehrere Personen von verschiedenen Parteien, die den ganzen Tag aufpassen und am Ende gemeinsam die Stimmen exakt auszählen.


Quellen:
Bild Grafiken: verändert nach bpb.de
Alexander Van der Bellen: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c7/Alexander_Van_der_Bellen_2016.jpg
Text: verändert nach: http://www.politik-lexikon.at/wahl/